faithlessface











{1. Februar 2010}   bilder:geschichte

Ich will mal was machen, was man eigentlich nicht macht. Ich werde über Gefühle reden. Ich hab den Herrn Jesus lieb. Nochmal: Ich hab den Herrn Jesus lieb, denn er hat mich aus der Tiefe gezogen.

Heute hatte unsere Koino-Gruppe hier in Tabor den Eröffnungsgottesdienst zu gestalten & ich durfe aus meinem Leben erzählen. Also hab ich meine Geschichte erzählt. Von den Tiefen meines Lebens. Meine Tiefe hatte mit Gefühlen & Emotionen zu tun. Ich konnte nämlich früher nicht so gut darüber reden. Schlimmer eigentlich noch: Ich konnte sie nicht zulassen, nicht ausdrücken und schon gar nicht annehmen. Ein Indianer kennt keinen Schmerz. Ich war einer. Bis vor ca. knapp 4 Jahren hab ich z.B. so gut wie nie geweint. Dabei sind Emotionen total gut und nützlich. Manche sogar schön! Aber in meiner Geschichte, gibt es einige Erlebnisse, über die man nicht spricht. Erlebnisse, über die ich nicht sprechen konnte. Nicht sprechen wollte, weil ich es emotional nicht verarbeitet hatte. Da es aber real war, ich es aber nicht wahr haben wollte, hab ich´s verdrängt. Das ging ne ganze Zeit gut. Doch in dem Moment, in dem ich in der Gegenwart Gottes war, stand ich im Licht. Und bei Gott ist die Wahrheit. Ich versuchte die Augen zu zumachen, aber verdrängen konnte ich nicht mehr. Und die geballten Erinnerungen kamen hoch.

Dieses Bild zeigt meine Perspektive. Meine Gefühle. Schwarz und völlig verwirrt. Ein Gedankenstrudel, der mich in der Tiefe gefangen hielt.

Diese Sichtweise prallte dann auf eine Verheißung Gottes. Gott hält mich und zieht mich raus. Welcher Sicht sollte ich nun glauben? Welche ist Wahrheit? Meine Wahrheit sah so aus, wie auf dem Bild links.

Zum Glück war ich nicht alleine. Viele Menschen um mich rum & einige kleine Begegnungen halfen mir Gottes Wahrheit neu zu glauben und ihm zu vertrauen. Ganz langsam konnte ich auch vor Gott der Wahrheit ins Gesicht sehen, sie aussprechen. Schritt für Schritt. Langsam und in meinem Tempo. Und die Angst, die Zweifel, die Scham, die Wut, das Gefühl der Ungerechtigkeit konnte ich verarbeiten. Damals malte eine Freundin dieses Bild, was die Perspektive Gottes und seine Absichten zeigt.

Und heute? Beide Perspektiven sind in ihrem Sinne Wahrheit. & so konnte ich heute im Eröffnungsgottesdienst davon erzählen, was Jesus in mir verändert hat.

Darum will ich Dich Gott groß machen, deine Größe bekannt machen.
Denn Jesus, du hast mich heraus gezogen, mein Inneres verwandelt.
Gott, zu dir hab ich geschrie´n. Dann hast du mir Menschen zur Seite gestellt. Mir Zeit gelassen und mich geheilt. Papa, du hast meine Seele wieder neu und lebendig gemahct, mir gezeigt, was Falsch lief. Durch dich konnte ich der Sünde ins Gesicht sehen, sie dir geben & sie bei dir lassen.
Jetzt will ich singen & tanzen für den Herrn. Lobt mit mir seinen Namen – denn er ist Heilig! Sein Zorn währt einen Augenblick, seine Gnade ist ewig. Ich dachte es geht mir gut: ich wollte nicht wanken! Deine Gnade ist es, die mich trägt & absichert. Ich brauche deine Gnade – ich will sie annehmen. Meine Angst, meine Scham hast du verwandelt; du hast mein Herz verändert & mir neue Freude geschenkt. Damit will ich dir Ehre machen & dir zur Ehre Leben. Voller Freude & Dank will ich dich ewiglich preisen! (nach Psalm 30)

Wahrheit bleibt Wahrheit! Meine Erinnerungen der Vergangenheit sind nicht weg, aber wenn man das Bild unten ansieht, kann jeder die Veränderung sehen. Und wenn ich die Bilder vergleiche, kann ich nur sagen: i will walk by faith! Denn ich hab den Herrn Jesus lieb, denn er hat mich aus der Tiefe gezogen. Halleluja!

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Tochie Postof says:

Im Grunde genommen ist das eine super Sache, ich frag mich nur, ob dies auch auf Dauer realistisch umsetzbar sein wird!



faithlessface says:

was meinst du genau mit umsetzen?

realistisch meint möglich? manch unmögliche dinge werden doch tatsächlich möglich!



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